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U-Bahn : Ein Exot traut sich ans Tageslicht
geschrieben von Gustav34 
Hallo Leute,

heute fuhr ich während meines Zugfahrerdienstes mit meinem Zug in
Richtung Billstedt und was erblickte ich da in der Abstellanlage
Billstedt?

Der Hilfstriebwagen 024 wollte unbedingt mal frische Luft schnappen
und hatte ein paar Mitarbeiter der Werkstatt nach Billstedt begleitet.

Da der Hilfstriebwagen 024 zum Glück nur sehr selten ausrücken muß,
habe ich die Überliegezeit in Billstedt genutzt und für Euch zwei
Fotos geschossen.







Gruß Kay Ganz



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 27.11.2006 19:18 von Gustav34.
Das Vehikel habe ich ja noch nie bewusst wahrgenommen! Steht der Wagen normalerweise auf Bba in einer der Hallen? Der Wagen macht äußerlich einen ausgesprochen gepflegten Eindruck! Gab es einen bestimmten Grund für den Einsatz (etwa einen Unfall?), war es vielleicht auch nir eine Bewegungsfahrt?

Viele Grüße
Alexander
Alexander Lehmann schrieb:
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> Das Vehikel habe ich ja noch nie bewusst
> wahrgenommen! Steht der Wagen normalerweise auf
> Bba in einer der Hallen?

Jepp, und wollen wir hoffen, dass ihn auch künftig kaum einer sieht.

Gruß

Jan

--
Das Fototagebuch der Bahnfotokiste: [fototagebuch.bahnfotokiste.de]
Ist das ein umgebauter DT2/3- Waggon oder wurde der von vornherein so angefertigt?
Der Wagen ist aus einem DT 2.0 enstanden umbau 1967. Eine Frage zum Antrieb :fährt er nur auf Diesel ,auf Akku , oder kann er auch mit der Stromschiene betrieben werden?



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.11.2006 11:17 von bobobo.
Moin, Moin !

> Gab es einen bestimmten Grund für den Einsatz (etwa einen Unfall?),
> war es vielleicht auch nur eine Bewegungsfahrt?

Auf gar keinen Fall ein Unfall, nehme mal stark das ein Besuch der Werkstatt
Barmbek im neuen, im Bau befindlichen EStw Ost, zu einer Bewegungsfahrt genutzt
wurde.

> Eine Frage zum Antrieb :fährt er nur auf Diesel ,auf Akku , oder kann er auch
> mit der Stromschiene betrieben werden?

Ääääh Jan hilf mir :-( ! Ich glaube, der HT24 kann nur mit Diesel fahren,
aber sicher bin ich mir nicht.

Gruß Kay Ganz
Was genau ist eigentlich die Aufgabe eines Hilfstriebwagens? Auf Unfallhilfe hätte ich da vom Namen her erstmal nicht getippt, eher auf das Abschleppen von liegengebliebenen Zügen oder so...
Gustav34 schrieb:

> > Eine Frage zum Antrieb :fährt er nur auf
> > Diesel ,auf Akku , oder kann er auch
> > mit der Stromschiene betrieben werden?
>
> Ääääh Jan hilf mir :-( ! Ich glaube, der HT24 kann
> nur mit Diesel fahren,
> aber sicher bin ich mir nicht.

Die Rettung naht... :-)

Der HT2 ist natürlich dieselbetrieben. Da der Zug als Hilfstriebwagen von der Aufgabe her am ehesten in abgeschaltete Stromschienenabschnitte fährt, ist ein unabhängiger Antrieb auch zwingend nötig. Ein Akkubetrieb wäre für die langen Stillstandszeiten höchst unwirtschaftlich.

Der Zug entstand auch nicht, wie von jemand hier behauptet, aus DT2.0 ! Der Wagen ist ein völliger Neubau, lediglich die Drehgestelle sind die Prototyp-Drehgestelle vom DT2.4 und wurden entsprechend umgebaut.

Der Wagen steht normalerweise stets im Betriebshof Barmbek und rückt nur im Havariefalle aus, um Züge ggf. mit schwerem Gerät wieder eingleisen zu können. Daher ist er auf Strecke nur aus Instandhaltungsgründen zu sehen, oder im Falle von Gleissperrungen im Betriebshof Barmbek, wie jügst bei der Weichenerneuerung im Betriebshof, dann ist er ausgelagert in Farmsen abgestellt.

Gruß

Jan

--
Das Fototagebuch der Bahnfotokiste: [fototagebuch.bahnfotokiste.de]
Hallo zusammen,

bezüglich des Hilfstriebwagens habe ich mal eine Frage: wenn ein Hochbahnzug entgleist (muss ja kein großer Unfall sein, sagen wir ein Drehgestell ist 10cm aus den Schienen gesprungen), dann sorgt dieser Wagen für die Eingleisung. Wie funktioniert das genau? Ich hätte Kranaufbauten an der Vorder- oder Rückseite erwartet öder etwas ähnliches. Oder ist der Wagen einfach nur "Transportfahrzeug" für allerlei schweres Gerät wie übergroße "Wagenheber" und ähnliches?

DANKE

Bruce McL
Hallo zusammen,

bezüglich des Hilfstriebwagens habe ich mal eine Frage: wenn ein Hochbahnzug entgleist (muss ja kein großer Unfall sein, sagen wir ein Drehgestell ist 10cm aus den Schienen gesprungen), dann sorgt dieser Wagen für die Eingleisung. Wie funktioniert das genau? Ich hätte Kranaufbauten an der Vorder- oder Rückseite erwartet öder etwas ähnliches. Oder ist der Wagen einfach nur "Transportfahrzeug" für allerlei schweres Gerät wie übergroße "Wagenheber" und ähnliches?

DANKE

Bruce McL
Hallo,

soweit ich weiß, dient das Fahrzeug nur als Notantrieb.

Eingegleist wird normalerweise mit per Hand tragbarem Gerät. Alles andere wird wohl per Autokran stattfinden.



Grüße
Boris
Sach mal Leute, wie is das bei euch mit diesem Fahrzeug, da er ja wohl NUR Dieselbetrieben ist, was ist eigentlich wenn er im Tunnel ist auf Dauer, also mir gehts da jetzt bezüglich der Abgase. Gibt es da Einschränkungen? Muss da ein Gebläse aufgestellt werden??

Hier in Berlin darf ja bekannt kein Zug in den Fernbahntunnel, der Dieselbetrieben ist.

Ich hoffe ihr versteht was ich mit der Frage meine?


BVG = Alle meckern drüber, aber ohne geht es nicht !

Jut jemeinte Jrüße
Nico
BVG_Berlin schrieb:
-------------------------------------------------------
> Sach mal Leute, wie is das bei euch mit diesem
> Fahrzeug, da er ja wohl NUR Dieselbetrieben ist,
> was ist eigentlich wenn er im Tunnel ist auf
> Dauer, also mir gehts da jetzt bezüglich der
> Abgase. Gibt es da Einschränkungen? Muss da ein
> Gebläse aufgestellt werden??
>
Glaube ich nicht. Das Fahrzeug ist schließlich nur vorübergehend im Tunnel.

> Hier in Berlin darf ja bekannt kein Zug in den
> Fernbahntunnel, der Dieselbetrieben ist.
>
Unfallhilfszug oder Bauzug wahrscheinlich schon. Ist dann auch die Ausnahme.

> Ich hoffe ihr versteht was ich mit der Frage
> meine?
>
Ja. Du wolltest wissen, wie das mit den Dieselabgasen dieses Fahrzeuges im Tunnel ist.
Boris schrieb:

> soweit ich weiß, dient das Fahrzeug nur als
> Notantrieb.

Der aufmerksame Leser des Fototagebuches wüsste mehr... ;-) Auf [fototagebuch.bahnfotokiste.de] räume ich mit dem gern kolporiterten aber niemals untermauerten Vorurteil auf, der HT2 sei sowas wie der Jumbo in Berlin.

Der HT2 darf nichts schleppen. Er kann ausschließlich sich selbst transportieren.

Der HT2 hat alle Gerätschaften an Bord, um Eingleisungen durchzuführen. Ein Kranfahrzeug ist er nicht. Neulich habe ich im Archiv bei DB Berwegtbild ein schönes Video aus Bundesbahnzeiten gesehen, das Eingleisungen zeigt. Mal dort suchen.

Eingleisen tut man Fahrzeuge mit hydraulischen Geräten zum Anheben und verschieben. Ggf. nötiges Schweißgeschirr ist natürlich auch an Bord.

Die Dieselabgase sidn im Tunnel nicht das Problem, im Az-Dienst habt man 40 Jahre auch mit Dieselloks gelebt... ;-). In der Tat zur Not sind große Lüfter schnell zur Hand.

Gruß

Jan

--
Das Fototagebuch der Bahnfotokiste: [fototagebuch.bahnfotokiste.de]



1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.07.2010 13:28 von Jan Borchers.
Und der laute Knall des Schusses in den Ofen war noch mehrere Straßen weit gut zu hören...

Dafür jetzt wenigstens ein Foto des "Bestecks", was die AKN verwendet - ähnliches trifft sicher auf die HHA zu.



Zu sehen (zumindest sollte):
- Der aufzugleisende Triebwagen
- Hydraulikaggregat (dürfte durch den Triebwagen verdeckt sein)
- Aufgleisbrücke
- Duo-Verschiebeeinheit
- Hydraulikzylinder (25t)
- Steuertisch



Grüße
Boris
Habe hier ein Video von der S Bahn, wo man das Eingleisen auch mal im echten Einsatz sieht. Ist zwar das Material der DB, aber das von der Hochbahn wird sicher kaum anders sein.

Bei ca. der hälfte des Video's startet die Bergung. Im hintergrund ist dort auch der rote Hilfszug der S Bahn zu sehen.


[www.youtube.com]
Jan Borchers schrieb:
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>
> Die Dieselabgase sidn im Tunnel nicht das Problem,
> im Az-Dienst habt man 40 Jahre auch mit Dieselloks
> gelebt... ;-).

Und die AKN fährt ja auch durch Tunnels... schön, wenn dann noch die Fenster offen sind *hust* :-)
Lach - der längste "Tunnel" ist bei der AKN der in Henstedt-Ulzburg unddas haben tausende von Fahrgästen schon überlebt, weil anschließendwieder frische Luft rein kommt. Insofern sooooo schlimm ist es ja nun auch nicht
StephanHL schrieb:
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> Lach - der längste "Tunnel" ist bei der AKN der in
> Henstedt-Ulzburg unddas haben tausende von
> Fahrgästen schon überlebt, weil anschließendwieder
> frische Luft rein kommt. Insofern sooooo schlimm
> ist es ja nun auch nicht

Erstens mal ist der Tunnel hoch genug, so daß sich die Dieselabgase auf einen viel größeren Tunnelquerschnitt verteilen können. Zweitens hat der Tunnel Henstedt ein passives Lüftungsbauwerk, durch den im Tunnel ein Kamineffekt entsteht, die Abgase werden durch die Luftströmung also regelrecht "abgesaugt".

Gruß Ingo
> Die Dieselabgase sidn im Tunnel nicht das Problem,
> im Az-Dienst habt man 40 Jahre auch mit Dieselloks
> gelebt... ;-).

Ich bitte um entschuldigung, aber was ist Az? *brett vor dem kopf*
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